0676 5962148 Scheuchenstein 127, A-2761 Miesenbach

Die Kirche in Scheuchenstein

Die Kirche in Scheuchenstein, die dem Heiligen Rupert geweiht ist, wurde 1252 erstmals urkundlich erwähnt. Das Patrozinium des Heiligen Rupert verweist auf eine Zugehörigkeit zur Erzdiözese Salzburg bis ins Jahr 1783. Die Eigenständigkeit als Pfarre endete 1579 und ging in der Pfarre Waidmannsfeld auf.
1783 wurde Scheuchenstein im Zuge der Josephinischen Kirchenreform von Bischof Johann Heinrich von Kerens als Pfarre wieder errichtet. Während der beiden darauffolgenden Jahre gehörte sie zum Bistum Wiener Neustadt, seit 1785 ist sie Teil der Erzdiözese Wien.
Die ursprünglich romanische Kirche ist vom Friedhof und einer Mauer umgeben. Auf diesem Friedhof befindet sich das Grab des Biedermeiermalers Friedrich Gauermann.
Der heutige Altarraum befindet sich an der Stelle der romanischen Kapelle der alten Burganlage aus dem 12. Jahrhundert.
Aus dieser Zeit stammt auch die Nordwand des Kirchenschiffes, die ursprünglich Teil des äußeren Befestigungsringes der Burg war.

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In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde der südliche Kapellenraum angebaut, dessen Kreuzrippengewölbe von Dreiviertellisenen mit einfachen Kapitellen getragen wird. Eine Besonderheit ist der Schlussstein im diesem gotischen Gewölbe: Vier Köpfe und ein Sonnenstern – Christus spricht durch die vier Evangelisten in alle vier Weltrichtungen.
Unter diesem Bereich befindet sich die ursprünglich von außen zugängliche steingewölbte Gruft der Herren von Scheuchenstein, die schon vor 1550 ausstarben.
Die Marienstatue im romanischen Rundbogenfenster ist ein der Gotik nachempfundenes Werk aus Lindenholz. Dr. Fritz Heckerling aus Wien hat es 1943 geschnitzt.
Im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts hat man die Kirche vergrößert, die Ostwand des Altarraumes wurde durch einen Triumphbogen geöffnet, dahinter ein einjochiger Chor mit 5/8 Schluss angebaut. Seit dieser Zeit befinden sich hier das Sakramentshäuschen, das nun wieder der Aufbewahrung der Eucharistie dient, sowie die drei Weihekreuze an den Wänden, die im Zuge der Renovierungsarbeiten im Jahre 1990 freigelegt wurden.
Heute wird dieser Raum als Taufkapelle genutzt.
Der Taufbrunnen stammt aus der Zeit um 1650.
Die Glasfenster zeigen die österreichischen Heiligen Hemma, Leopold, Rupert und Severin.
Sie wurden 1946 von Hans Alexander Brunner aus Wien entworfen und 1950 von der Glasmalerei C. Geyling 's Erben ausgeführt.
Der Altar der Kirche stammt von 1974, der Ambo von 1988. Beide sind aus Sankt Margaretner Sandstein gefertigt worden. Die Verkleidung des Ambo besteht seit dem Jahr 2000. Hier fanden die Tafeln mit den Evangelisten von der ehemaligen Kanzel einen neuen alten Platz.
Die zweischiffige Vergrößerung des Kirchenraumes nach Westen erfolgte in der Barockzeit.
Die Empore trägt die Jahreszahl 1688.
Die Orgel wurde vom Wiener Orgelbaumeister Herbert Gollini im Jahre 1991 errichtet.
Die Kassettendecke entstand 1946 nach einem Entwurf des Wiener Dombaumeisters Dr. Holey.
Das Gemälde der Kreuzabnahme aus dem 17. Jahrhundert an der Südwand ist eine Kopie nach Daniele da Volterra, einem Schüler Michelangelos. (Das Original befindet sich in Rom in der Kirche Santissima Trinità dei Monti.)
Die Statuen stellen den heiligen Patricius (aus 1770), den heiligen Johannes Nepomuk (ca. 1740) und den heiligen Josef (Ende des 18. Jahrhunderts) dar.
Im Mittelgang befindet sich ein bemerkenswertes Doppeltragebild mit den Darstellungen der Heiligen Elisabeth und Friedrich aus dem Jahre 1863.
An der linken Kirchenwand hängt das ehemalige Hochaltarbild mit der Darstellung des Heiligen Rupert von Leopold Kupelwieser. Friedrich Gauermann schenkte das Gemälde 1847 der Pfarrkirche.
In dieser Kirche feiert die Pfarrgemeinde am Sonntag die Heilige Messe.

https://www.dreipfarren.info

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Gauermann Rundwanderweg

Wer nach dem Museumsbesuch die wunderschöne Landschaft rund um Scheuchenstein genießen möchte, kann entlang des Gauermann-Rundwanderweges (4 km, sehr gut begehbar, auch für Kinder) viele Naturmotive entdecken, die schon Gauermann inspiriert haben. Am Weg liegt auch der Malerwinkel, der Kräutergarten sowie das Geburtshaus des Malers, der Gauermann-Hof und die Kirche, auf deren Friedhof das Grab Friedrich Gauermanns zu sehen ist.

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Kräutergarten

Eine besondere Attraktion stellt der Kräuterschaugarten entlang des Gauermann Rundwanderweges dar. Von vielen Mitgliedern des Kunst- & Kulturvereins liebevoll gepflegt, erhielt der Kräutergarten bereits 2005 die Plakette "Natur im Garten". Zurzeit können rund 100 verschiedene Kräuter, Blumen und Sträucher bestaunt und benannt werden. Damit die Erkennung nicht zu schwerfällt, ist jede Pflanze mit einer Nummer versehen, die mit einer Eintragung in einem fix montierten Buch verglichen werden kann.

Im Shop des Gauermann Museums erhalten Sie auch eine Broschüre zum Kräutergarten.

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Gastronomie in Miesenbach und Umgebung

Hotel und Restaurant Börsenhof

Das Seminarhotel und Restaurant Börsenhof liegt direkt in der Gauermann Heimat Miesenbach und kann über den Rundwanderweg auch zu Fuß erreicht werden. Die Speisekarte bietet eine reiche Auswahl an traditionellen Gerichten, bis hin zu einer reichhaltigen Auswahl an Mehlspeisen.

http://www.boersenhof.at/

UNSERE EMPFEHLUNGEN

Gasthaus Apfelbauer

Das Gasthaus Apfelbauer ist ein traditionsreicher Familienbetrieb am Fuße des Aschers, des letzten Zipfels von Puchberg am Schneeberg und am Beginn des idyllischen Miesenbachtals. Wohlbefinden und gute Hausmannskost stehen dort an erster Stelle. Ausgezeichnet mit dem Titel „Aufsteiger 2012“ der Top- Wirte Niederösterreichischer- Wirtshauskultur.

http://apfelbauer.at/

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Ausflugsziele

Sämtliche Informationen und Tipps rund um Ihren Ausflug oder Urlaub in die Region Schneebergland erhalten Sie unter anderem im Büro der Tourismusdestination Wiener Alpen.

www.wieneralpen.at

UNSERE TIPPS

Naturpark Hohe Wand www.naturpark-hohewand.at

Schneebergbahn www.schneebergbahn.at

Myrafälle www.myrafaelle.at

Mariahilfberg Gutenstein www.mariahilfberg.at

Waldbauernmuseum Gutenstein www.waldbauernmuseum.at

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